Die Stadt Sitten ist in das Rhonetal eingebettet. Ihre topographische Besonderheit sind ihre in die Landschaft ragenden Hügel. Sie waren seit Urzeiten von Menschen besiedelt, die auf ihnen Beobachtungs- und Verteidigungsanlagen errichteten.

Die Geschichte dieser Anhöhen und ihrer Besiedlung ist aufschlussreich über die territoriale Organisation und die Politik im Mittelalter. Im Wallis war der Bischof eine zentrale Persönlichkeit: Er war nicht nur das geistige Oberhaupt der Diözese, sondern übte bis ins 18. Jahrhundert auf einem Grossteil des Walliser Kantonsgebiets auch die weltliche Macht aus.

Diese Regalien waren dem Bischof Hugues von dem Burgunderkönig Rudolf III. im Jahr 999 verliehen worden. Während des ganzen Mittelalters mussten die Bischöfe diese Privilegien vehement verteidigen, die ihnen nicht nur vom mächtigen Haus Savoyen, sondern auch vom bodenständigen Adel streitig gemacht wurden. Dieser Abschnitt der Walliser Geschichte ist deshalb durch zahlreiche, manchmal blutig ausgetragene Konflikte gekennzeichnet.

Unter diesen Gegebenheiten waren die Burgen der Stadt Sitten wichtige Bollwerke und äussere Zeichen der bischöflichen Macht. Die bemerkenswertesten Festungen von Sitten erhoben sich auf den beiden Felshügeln Valeria und Tourbillon. Auf dem Tourbillon, dem höheren der beiden Hügel, liess der Bischof von Sitten gegen 1300 ein Schloss errichten, das er zu seiner Residenz machte.

Auf seinen Ausläufern befinden sich die Türme der Burg Majoria und des Viztums. Auf dem anderen Hügel ist die Valeria-Basilika von Burganlagen umgeben.

Ihnen gegenüber, am anderen Ende der Stadt, erhebt sich der Hügel von Montorge. Spärliche Reste von Ruinen zeugen von dem einstigen Schloss, das 1417 durch einen Brand zerstört und nie wieder aufgebaut wurde.

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Chor der Basilika

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